Der US-amerikanische Künstler Henry Flint hat den Begriff der Konzeptkunst in den 1960er Jahren geprägt und damit eine neue Kunstform ins Leben gerufen. Die Kunstwerke werden dabei nicht immer vom Künstler selbst ausgeführt. Er gibt lediglich die Anweisungen, wie seine Installation auszusehen hat. Sein Konzept steht also im Vordergrund seiner eigenen Arbeit. Ein Wegbereiter dieser Kunstform war Marcel Duchamp. Er setzte das Denken als zentrales Element der Kunst ein. Der Betrachter erkennt daher das Kunstwerk nicht gleich, sondern muss sich damit erst einmal mental damit auseinandersetzen.

Vor allem durch die Verbreitung dieser Kunstform über diverse Kunstzeitschriften wie Art hat sich die Konzeptkunst sehr schnell über Amerika und Europa ausgebreitet. Es entstanden einzelne Gruppen von Konzeptionisten.

Formen der Konzeptkunst

Die Konzeptkunst als solche lässt sich eigentlich in keine Kategorien zwingen. Sie orientiert sich an keiner konkreten Kunstgattung, bedient sich keines Genres und ist keine Kunstform im eigentlichen Sinn, denn sie erzeugt keine bestimmten Objekte, wie Skulpturen oder Bauwerke. Sie verwendet auch kein einheitliches Material. Das Werkzeug des Konzeptkünstlers ist vor allem sein Kopf. In der Kunstgeschichte wird die Konzeptkunst jedoch als eigener Kunststil anerkannt. Die Konzeptkunst gipfelt in den Werken des Künstlers Dan Graham. Die durch seine Konzepte geschaffenen Pavillons entstehen erst, nachdem sie vom Besucher betreten wurden.

Eine andere Form der Konzeptkunst ist die Objektkunst, die nach ähnlichen Kriterien vorgeht. Die gesammelten Fundgegenstände werden dabei zu einem einzigen Objekt verschmolzen, dessen Bedeutung der Betrachter selbst erahnen muss.

Auch das Happening wird zur Konzeptkunst gezählt. Es ist eines der wichtigsten Elemente der Aktionskunst. Die Bezeichnung Happening geht auf den Künstler Allan Kaprow zurück, der eine Aktion in der Reuben Gallery setzte. Unter einem Happening versteht man ein Ereignis, das improvisiert ist und direkt mit dem Publikum abläuft. Bei einem derartigen Event werden Farbbeutel geworfen oder Gegenstände zerstört. Der Ablauf des Ereignisses hängt daher auch vom Verhalten des Publikums ab.

Der Fluxus ist ebenfalls ein Teil der Konzeptkunst. Diese Bezeichnung geht auf den Künstler George Maciunas zurück, der diese Kunstrichtung begründete. In den 1960er Jahren wurde Fluxus allmählich bekannt. Zahlreiche Avantgarde-Künstler übten in weiterer Folge ihre Einflüsse auf diese Kunstrichtung aus. Fluxus verbindet Musik, Video, Licht und Geräusche sowie Bewegung und verschiedene Materialien miteinander. Auch bei dieser Kunstform stehen das Denken und die Idee des Künstlers im Vordergrund.