Die Medienkunst setzt sich mit der künstlerischen Inszenierung von Inhalten mithilfe moderner Medien, wie Film, Video oder den digitalen Medien, auseinander. Je nach Art des verwendeten Mediums spricht man auch von Videokunst, Computerkunst oder digitaler Kunst.

Geschichte der Medienkunst

Die Geschichte der Medienkunst reicht noch nicht sehr weit zurück, verglichen mit den anderen Kunstformen. Sie entstand mit der Entwicklung der Fotografie. Die ersten Medienkünstler arbeiteten vorwiegend im Bereich des Experimentalfilmes. Die Videokunst stellt seit den 1970er Jahren eine wichtige Sparte im Bereich der Medienkunst dar. Videokunst beschränkt sich heute nicht mehr auf die Darstellung von künstlerischen Inhalten, sondern trägt auch wesentlich zur optischen Untermalung von Musik bei. Viele Titel der Popmusik werden zum Teil über künstlerisch recht anspruchsvolle Videos verbreitet. Seit dem Aufkommen von Youtube spielen diese Videos eine besondere Rolle.

Auch bei der Entwicklung von Computerspielen hat die Medienkunst ihre Hände im Spiel. Viele Videospiele sind mit kunstvoll gestalteten Hintergründen ausgestattet. In der heutigen Zeit wird die digitale Kunst zunehmend interaktiv gestaltet. Der Betrachter kann auf bestimmte Inhalte reagieren oder sie verändern. Die Medienkunst der heutigen Zeit lädt also zum aktiven Spielen ein.

Computergenerierte Kunst

Diese Kunstform gehört ebenfalls zur Kategorie der Medienkunst und ist die derzeit wohl jüngste Kunstform der Geschichte. Zu ihr zählt man die digitale Bildkunst, die GFX Grafik und die digitale Musik.

Die digitale Bildkunst kann entweder grafisch auf dem Computer gemalt werden oder es werden Fotografien digital verändert. All das geschieht mit Computerprogrammen.

GFX ist eine demonstrative Kunstform, die eng mit der Entwicklung von Computerspielen verbunden ist. Die GFX arbeitet mit grafischen Effekten, die vom Computer erzeugt werden. Mittlerweile wird diese Kunstform als zeitgenössische Kunst angesehen.

Musik wird heutzutage vorwiegend digital produziert. Als erster Künstler, der mit digitaler Musik experimentierte, gilt der deutsche Physiker Wilhelm Fucks mit seiner Komposition Quatro Due. Er schrieb dieses Stück im Jahr 1963.

Die digitale Kunst wird zunehmend interaktiv und ist multimedial. Dabei steht immer die Interaktion von Kunstwerk und Betrachter im Vordergrund. Auch das Internet bietet eine Plattform für digitale Kunst.

Mit der Verbreitung des Internets wurden Webseiten als Kunstmedien populär. Inzwischen gibt es auch hier verschiedene Varianten von Kunst. Darunter fallen die Softwarekunst, die digitale Poesie oder die Virtual Reality. Virtuelle Räume haben zudem einen architektonischen und bildhauerischen Charakter. Mithilfe der virtuellen Existenz, welche durch die Virtual Reality geschaffen wird, können diese Räumlichkeiten dreidimensional erlebt und erfahren werden. Sogar künstliche Figuren werden dadurch zum Leben erweckt.