Die darstellende Kunst ist ein Kunstzweig, der sich mit der kurzfristigen Darstellung von künstlerischen Inhalten auseinandersetzt. Aufgrund ihrer raschen Vergänglichkeit wird sie auch als ephemere Kunst bezeichnet. Die Bezeichnung ephemer kommt aus dem Altgriechischen ephemeros und heißt übersetzt „nur einen Tag lang“.

Formen der darstellenden Kunst

Eingeteilt wird die darstellende Kunst in die Kategorien Theater, Tanz, Medienkunst und Konzeptkunst. Das Theater als solches kann wiederum in seine Kategorien Schauspiel und Musiktheater sowie in Kleinkunst eingeteilt werden. Beim Tanz unterscheidet man zwischen dem klassischen Ballett sowie dem modernen Tanz und der Eurythmie. Letztere ist aus einer Bewegungstherapie hervorgegangen, mit der sich vorwiegend die Anthroposophische Medizin beschäftigt.

Die Medienkunst hat einige Unterformen, die sich erst im letzten Jahrhundert durch den technischen Fortschritt entwickelt haben. Zur Medienkunst zählen daher der Film, die Videokunst, sowie die Klangkunst. Die Digitale Kunst ist die jüngste Form und hat die Internetkunst, die Holografie, die digitale Poesie und interaktive Installationen zum Inhalt.

Die Konzeptkunst besteht in erster Linie aus den zwei Komponenten Aktionskunst und Objektkunst. In den 1960er Jahren wurde die Aktionskunst durch den Wiener Aktionismus bekannt. Ein Wegbereiter dieser Kunstform ist der Österreicher Hermann Nitsch. Die Objektkunst stellt Kunstwerke mithilfe zufällig aufgefundener Gegenstände her. Dabei werden verschiedene Alltagsgegenstände kunstvoll miteinander in Verbindung gebracht und zu einem einzigen Objekt zusammengefügt. Diese Kunstform entstand in den 1950er Jahren als Ausdruck der aufkommenden Konsumgesellschaft. Die Kunstobjekte sind zumeist begehbar. Der Betrachter kann sich durch das Objekt hindurch bewegen und gewinnt dadurch einen ganzheitlichen Eindruck von dem Kunstgegenstand.