Als Lyrik wird die Dichtung in Versform bezeichnet. Der Begriff wird seit dem 18. Jahrhundert verwendet. Die Bezeichnung Dichtung wird heute nur noch für Werke der Poesie benutzt. Die Lyrik ist zu einem Bestandteil der Literatur geworden.

Kennzeichen der Lyrik

Lyrische Werke unterscheiden sich vor allem in ihrer Kürze sowie in ihrem strengen Sprachgebrauch von der Dramatik und der Epik. Wörter oder Wortgruppen werden dabei in ungewöhnlicher Weise angeordnet. Gedichte dienen in erster Linie dem sprachlichen Vortrag. Die fiktive Stimme, welche das Gedicht erzählt, wird dabei als lyrisches Ich bezeichnet. Die Lyrik wird vielfach auch als die Urform der Dichtung verstanden. Sie bringt in eigener Weise durch Verse bestimmte Gefühle, Stimmungen oder Gedanken zum Ausdruck. Als typische Struktur bei der Lyrik gelten Verse, Versmaß und Strophenaufbau.

Zu den bekanntesten Formen der Lyrik gehören die Ballade, das Lied, die Satire, die Elegie, das Dinggedicht und die Ode. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Unterformen.

Das Wort Lyrik stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Spiel zur Lyra“. Damals wurden die Gedichte in gesungener Form dargeboten und musikalisch untermalt. Zu den wichtigsten Vertretern der Lyrik gehören nach wie vor Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. In der neueren Lyrik sind die Werke von Paul Celan wegbereitend.